Papier und die Umwelt
Der primäre Rohstoff für die Herstellung von Papier ist Holz. Und mit steigender Nachfrage an Papier wurde in den letzten Jahrzehnten die Ressourcen stark belastet. Wälder wurden abgeholzt, und nicht wieder aufgeforstet. So entstand ein Ungleichgewicht, Lebensräume zahlreicher Tierarten wurden zerstört und das Gleichgewicht der Natur vernichtet. Erst in den letzten Jahren, mit steigendem Treibhauseffekt, hat sich das Bewusstsein der Menschheit gewandelt. Ein erster Schritt war das Recycling. Altpapier wird gesammelt, und dem Produktionsprozess wieder zugeführt. Dies ist in den Industriestaaten heute standard, wenn auch unterschiedlich ausgeprägt. Während in Deutschland der Anteil an Altpapier recht hoch ist, ist das Mülltrennen in anderen Ländern, auch in Europa, noch nicht so sehr beim Verbraucher angekommen. Spanien beispielsweise hat erst seit wenigen Jahren eine halbwegs funktionierende Mülltrennung.

Ein wichtiger Punkt bei der Papierproduktion ist der Rohstoff Holz. Denn es werden nicht nur Holzabfälle für die Herstellung von Papier herangezogen, sondern es werden hierfür auch extra Bäume gefällt – und das nicht zu wenig. Insbesondere in stark bewaldeten Regionen und Ländern hat man in der Vergangenheit eine übermäßige Rodung praktiziert. Und lange Zeit vergessen, eine ausgleichende Aufforstung zu betreiben. Das hat zur Verunstaltung ganzer Landstriche geführt, insbesondere aber auch zur Vernichtung ganzer Lebensräume – für Mensch und Tier. Während diese Auswirkungen mit bloßem Auge direkt zu erkennen sind, treten andere Symptome eher zeitversetzt und überregional auf. Durch die vermehrte Abholzung werden Bäume, die natürliche Kläranlage der Luft, reduziert und die Bilanz der Luft gefährdet. Kohlenstoffdioxid wird von den Pflanzen abgebaut und umgewandelt. Der Mensch erzeugt immer mehr Kohlenstoffdioxid, gleichzeitig nimmt er der Natur mit der andauernden Abholzung die Möglichkeit, diese Schadstoffe wieder abzubauen. Die Folge ist ein Treibhauseffekt, und die globale Erderwärmung.

Um dem entgegenzuwirken, ist ein bedachter Umgang mit den Ressourcen der Natur von Nöten. Ein Prozess, der nach und nach Akzeptanz findet und umgesetzt wird. Ein wichtiger Punkt ist die Reduzierung des CO2. Insbesondere durch die Verbrennung von fossilen Brennstoffen wie Öl, Gas und Kohle entsteht Kohlenstoffdioxid. Hier werden verstärkt neue Energieträger erschlossen, wie Sonnenenergie, Windkraft und Wasserkraft. Gleichzeitig wird die Rodung der für das Ökosystem so wichtigen Ökowälder stark eingeschränkt und Programme zur Wiederaufforstung betrieben – von den Staaten, von Umweltschutzorganisationen und auch von Unternehmen.
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