Der Hauptbestandteil von Papier sind Cellulosefasern. Diese werden zerkleinert und freigelegt, als von anderen Bestandteilen wie dem Harz getrennt. In diesem Verfahren wird Zellstoff gewonnen, der mit Wasser versetzt und zerfasert wird, es entsteht ein Brei. Dieser Brei wird auf einen Sieb gegeben, wobei ein Großteil des Wassers abtropft. Der Sieb wird gerüttelt, und der Zellstoff verdickt sich und bildet ein Vlies, ein Papierblatt. Nach dem Trocknen wird die Oberfläche geschlossen / geleimt, sozusagen imprägniert.
Für die industrielle Herstellung von Papier benötigt man verschiedene Rohstoffe, die man in vier Bereiche kategorisieren kann:
- Faserstoffe wie Holzschliff, Halbzellstoffe, Zellstoffe
- Stoffe für Leimung / Imprägnierung wie tierische Leime, Harze, Wachse
- Füllstoffe wie Kaolin, Kreide, Gips, Titanweiß
- Hilfsstoffe wie Wasser, Farbe, Flockungsmittel, Entschäumer
Hauptbestandteil des Papiers sind die Faserstoffe. Hier wird zwischen Primärfaserstoffe und Sekundärfaserstoffe unterschieden. Während die Primärstoffe erstmals in den Produktionsprozess eingebracht werden, handelt es sich bei den Sekundärfaserstoffen um recyceltes Papier. Cellulose ist der wichtigste Bestandteil des Papiers und kann aus Holz, Stroh, aber auch Kunststofffasern und Altpapier gewonnen werden. Papier wird zu 95% aus Holz hergestellt. Dabei ist nicht jede Holzart für die Papierherstellung geeignet – generell eignen sich Nadelhölzer besser als Laubhölzer, da sich hier das Papier mit einer erhöhten Festigkeit auszeichnet. Je nach Anforderung an das Papier und den klimatischen Gegebenheiten werden oftmals mehrere Holzarten gemischt. Auch werden Stroh und zu recycelndes Papier beigesetzt, in Deutschland beträgt der Anteil an Altpapier bis zu 50%. Natürlich variiert dieser Anteil je nach Anforderungen an Qualität und dem Einsatz des Papiers. Die Rohstoffe werden mechanisch und chemisch aufbereitet.
Das Holz wird zuerst mechanisch aufbereitet: es wird geschliffen oder gehäckselt, und gedämpft / mit Wasser versetzt. Hierbei wird zwischen weißem, braunem und thermomechanischem Holzstoff unterschieden. Mit verschiedenen Verfahren wird dann der Holzstoff weiter aufbereitet, und die benötigte Cellulose von den anderen Bestandteilen getrennt. Beim recyceln von Altpapier muss dieses entfärbt werden, die Druckfarben werden mithilfe eines chemischen Prozesses ausgelöst.
Die so gewonnenen Halbstoffe werden anschließend zu Ganzstoffen aufbereitet, indem sie gemahlt, gemischt und weiter zerfasert werden. Hier kommt dem Mahlen eine große Bedeutung zu. Entsprechend des Ausgangsstoffes und den gewünschten Eigenschaften des Papiers werden hier verschiedene Verfahren eingesetzt. Anschließend wird bei der Blattbildung der Brei auf die Papiermaschine gegeben, und die Siebe kommen zum Einsatz. Hier verliert der Brei den Großteil seines Wassergehaltes, und es entsteht eine Papierbahn, das in eine Presse weitergereicht wird. Mittels Walzen und Filzen wird das Papier weiter entwässert. Abschließend durchläuft das Papier die Trockenpartie, wo es entgültig entwässert und geglättet und aufgerollt wird.
Das fertige Papier-Produkt ist je nach seinem Einsatzgebiet mit Farbstoffen eingefärbt, und meist auch geleimt. Erst die Leimung macht das Papier beschreibbar.